zu PhilosophierungenI. Das Wissen hat Grenzen: das, was wissbar ist. Wissen als Zeitwort wissen ist un-begrenzt. Es ist das tätige Verhalten zu allem, was mir begegnet. Wie könnte das eine Grenze haben?
Was heißt wissen? Es heißt, etwas Unbestimmtes ein wenig bestimmter machen. Unbestimmt - das sind die Reize, die unsere Sinneszellen an ihre Supervisoren im Gehirn, die Neuronen, melden. Diese Sinnesdaten zusammenführen und mit einer Bedeutung ausstatten heißt bestimmen. Und was ist eine Bedeutung? Bedeutung ist dasjenige an einem Ding, was mich veranlassen kann, mein Verhalten so oder so zu... bestimmen, nämlich auf einen Zweck zu richten. Die Zwecke muss ich mir freilich selber setzen.
Wie könnte ich damit je zu einem Ende kommen? Nicht nur begegnen an allen Ecken nund Enden neue Dinge, sondern an den bekannten Dingen bemerke ich immer wieder 'Merkmale', die es noch zu bestimmen gilt. Aber das ist trivial. Ent-scheidend ist, dass ich, wenn ich es will, meine Zwecke ändern kann. Das Bestim-men ist ohne Ende.
Denn ein Ende wäre noch nicht, wenn ich alle Dinge so genau bestimmt hätte, dass ich nichts mehr hinzufügen kann: wenn alle seine Zwecke restlos erfüllt sind. Ein Ende wäre, wenn ich einen allerletzten Zweck wie einen Spatz in meiner Hand hiel-te und nicht sehnsüchtig betrachten müsste wie eine Taube auf dem Dach. Doch damit soll es wohl noch eine gute Weile haben.
II. Selbstverständlich ist nichts, was in der Natur vorkommt, für uns restlos ver-stehbar. Wenn ich unter Verstehen die Einsicht in eine allerletzte Ursache 'verstehe'. Wenn es eine allerletzte nicht gibt, gibt es keine Ursache. Wenn es eine allerletze gibt, gehört sie nicht mehr zur Natur, die unserer Vorstellung nach etwas Hervorge-brachtes ist. Die allerletzte müsste also ein übernatürlicher Hervorbringer sein.
Und das ist ja der Gedanke, den sie uns immer zumuten wollen, weil sich die Men-schen das "immer schon so gedacht" haben. Warum? Weil es der Erfahrung ent-spricht, die ihre Gattung seit ihrem ersten Auftreten schon immer gemacht hat: kei-ne Folge ohne einen Verursacher, der sie bewirkt. Wenn es eine Vorstellung gibt, von der wir in Wirklichkeit* niemals abstrahieren können, dann ist es die. Das ist die Grenze, die die Evolution unserem Verstehen gezogen hat.
Was heißt wissen? Es heißt, etwas Unbestimmtes ein wenig bestimmter machen. Unbestimmt - das sind die Reize, die unsere Sinneszellen an ihre Supervisoren im Gehirn, die Neuronen, melden. Diese Sinnesdaten zusammenführen und mit einer Bedeutung ausstatten heißt bestimmen. Und was ist eine Bedeutung? Bedeutung ist dasjenige an einem Ding, was mich veranlassen kann, mein Verhalten so oder so zu... bestimmen, nämlich auf einen Zweck zu richten. Die Zwecke muss ich mir freilich selber setzen.
Wie könnte ich damit je zu einem Ende kommen? Nicht nur begegnen an allen Ecken nund Enden neue Dinge, sondern an den bekannten Dingen bemerke ich immer wieder 'Merkmale', die es noch zu bestimmen gilt. Aber das ist trivial. Ent-scheidend ist, dass ich, wenn ich es will, meine Zwecke ändern kann. Das Bestim-men ist ohne Ende.
Denn ein Ende wäre noch nicht, wenn ich alle Dinge so genau bestimmt hätte, dass ich nichts mehr hinzufügen kann: wenn alle seine Zwecke restlos erfüllt sind. Ein Ende wäre, wenn ich einen allerletzten Zweck wie einen Spatz in meiner Hand hiel-te und nicht sehnsüchtig betrachten müsste wie eine Taube auf dem Dach. Doch damit soll es wohl noch eine gute Weile haben.
II. Selbstverständlich ist nichts, was in der Natur vorkommt, für uns restlos ver-stehbar. Wenn ich unter Verstehen die Einsicht in eine allerletzte Ursache 'verstehe'. Wenn es eine allerletzte nicht gibt, gibt es keine Ursache. Wenn es eine allerletze gibt, gehört sie nicht mehr zur Natur, die unserer Vorstellung nach etwas Hervorge-brachtes ist. Die allerletzte müsste also ein übernatürlicher Hervorbringer sein.
Und das ist ja der Gedanke, den sie uns immer zumuten wollen, weil sich die Men-schen das "immer schon so gedacht" haben. Warum? Weil es der Erfahrung ent-spricht, die ihre Gattung seit ihrem ersten Auftreten schon immer gemacht hat: kei-ne Folge ohne einen Verursacher, der sie bewirkt. Wenn es eine Vorstellung gibt, von der wir in Wirklichkeit* niemals abstrahieren können, dann ist es die. Das ist die Grenze, die die Evolution unserem Verstehen gezogen hat.
Kommentar zu Hat das Wissen Grenzen?, JE, 18. 10. 17
*) = anschaulich und in der Vorstellung; in der Reflexion, die mit Begriffen arbeitet, die nicht nur konstruktiv, sondern vor allem kritisch wirken, kann man es.
1. 11. 2025
Nota. Das obige Foto gehört mir nicht, ich habe es im Internet gefunden. Wenn Sie der Eigentümer sind und seine Verwendung an dieser Stelle nicht wünschen, bitte ich um Nachricht auf diesem Blog. JE
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