Donnerstag, 7. Mai 2026

Der Mensch ist, was er isst.


aus spektrum.de, 5. 5. 2026                                                                                    zu Jochen Ebmeiers Realien
 
Wo die Kartoffel das Erbgut formte
Vor rund 10 000 Jahren begann die Bevölkerung der Anden mit der Zucht der Kartoffel – und züchtete sich zugleich selbst ein bisschen mit.

Bei den indigenen Quechua-Sprecherinnen und -Sprechern des peruanischen Hochlands funktioniert das offenbar besonders effektiv: Von allen 85 untersuchten Populationen hatten sie die höchste Zahl an Kopien des entsprechenden Amylase-Gens (AMY1) in ihrem Erbgut, heißt es in der im Fachmagazin »Nature Communications« erschienenen Studie. Dadurch produziert ihr Körper besonders große Mengen des Verdauungsenzyms. Mit im Schnitt zehn Gen-Kopien übertreffen sie andere Populationen um das Doppelte, manche sogar um das Vierfache.

Gokcumen und Kollegen sehen darin eine jahrtausendealte Anpassung an die Ernährung. Vor rund 10 000 Jahren begannen die Menschen im Hochland, die Kartoffel zu nutzen und anzubauen. Für den gleichen Zeitraum rekonstruiert die Forschergruppe einen Anstieg der Gen-Kopienzahl. Wer die von ihr gelieferte Stärke besonders gut abbauen konnte, war ernährungsphysiologisch offenbar im Vorteil. Dieser Selektionsdruck sorgte im Lauf der Zeit für die Vervielfältigung des Gens.

Ähnliches wurde auch bei anderen Populationen beobachtet, die auf eine lange Geschichte der Landwirtschaft zurückblicken. In der europäischen Bevölkerung beispielsweise ist im Verlauf der vergangenen Jahrtausende ebenfalls die Kopienzahl des AMY1-Gens gestiegen. Wie die Gruppe um Gokcumen schon in früheren Studien beobachtete, begann der Trend zur Vervielfältigung dieses Gens allerdings lange vor dem Umstieg auf eine bäuerliche Lebensweise. Bereits bei frühmenschlichen Vorfahren des Homo sapiens lag es wohl in doppelter Ausführung vor.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Die Welt ist ein Horizont und keine Superformel.

 Sternenhimmel                                                 zu Philosophierungen

'Man kann unmöglich meinen, die Welt ließe sich in Formeln auflösen, wenn man nicht vorher meint, sie sei aus Formeln zusammengesetzt.' -

Begriffslogisch ist das nur mit vielem Hin und Her und mit Winkelzügen nachzu-weisen. Doch die Begriffe sind selber nicht die Bausteine, aus denen die Welt auf-gebaut ist. Die Welt ist kein Universalbegriff. Die Welt ist eine Vorstellung, genauer: Sie ist der Horizont, in dem alle Vorstellungen gemeint, vulgo vorgestellt werden. Die Vorstellungen von den Dingen und ihren Vorkommnissen sind a priori  in die-sen Horizont hineingemeint.  

Genauer gesagt: Wer immer sich einzelne Dinge und einzelne Vorkommnisse vor-stellt, kommt bei genauerer Betrachtung nicht umhin, sie in der Vorstellung eines Horizonts zu situieren; und von diesem Punkt an muss er meinen, der Horizont sei 'früher dagewesen', als die Dinge und ihre Vorkommnisse; so wie die Bühne früher da ist, als das Stück, das gegeben wird. 

Die Welt ist Vorstellung, aber nur, wenn und weil sie gewollt wird.

 

Dienstag, 5. Mai 2026

Es hat erst angefangen, wir werden immer mehr.

Eine Englisch-Lehrerin schreibt in einer Grundschule an die Tafel. (Symbolbild)                   zu öffentliche Angelegenheiten 
aus FAZ.NET, 4. 5. 2026

in letzten zehn Jahren :
Zahl der Beamten um fast sechs Prozent gestiegen 
Knapp 2 Millionen Beamte, Richter und Soldaten gab es zum Stichtag im Juni 2024. Wo der Anstieg der Beamten in den vergangenen Jahren am höchsten war und wo die Zahl sank. 
 
Die Zahl der Beamtinnen und Beamten in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Zum Stichtag am 30. Juni 2024 gab es 1,96 Millionen Beamte, Richter und Soldaten, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das waren 5,8 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst stieg in dem Zeitraum insgesamt um 15,6 Prozent auf 5,38 Millionen.

Beamte, Richter und Soldaten machen derzeit 36,4 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus. Mit 35,6 Prozent waren die meisten in Schulen eingesetzt, 19,1 Prozent im Sicherheitsbereich und 10,0 Prozent in der Verteidigung. Soldaten werden in der Statistik mitberücksichtigt, weil sie dienstrechtlich ähnlich behandelt werden. Beamte im klassischen Sinn sind sie aber nicht.

Den größten Anstieg an Beamten gab es in den vergangenen zehn Jahren mit einem Plus von 52.000 in Schulen und mit einem Plus von 22.000 im Sicherheitsbereich. Die Zahl sank hingegen um 26.000 im Verkehrs- und Nachrichtenwesen, was vor allem mit der Privatisierung der Deutschen Bahn zusammenhängt. Auch im Sozialbereich ging die Zahl der Beamten um 10.000 zurück ‒ größtenteils deshalb, weil die Arbeitsagentur nicht mehr verbeamtete.

 

aus Neue Zürcher Zeitung, 5. 5. 2026

Deutschland hat zu viele teure Beamte. Die Regierung sollte die Verbeamtung stoppen
Die Bundesregierung erhöht die Gehälter der Beamten. Damit folgt sie einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Der öffentliche Dienst dürfte dadurch künftig noch mehr Arbeitskräfte anziehen - zulasten der Privatwirtschaft und der Steuerzahler.

von Malte Fischer 

... 


Montag, 4. Mai 2026

Ganz oder gar nicht.

                                  zu öffentliche Angelegenheiten 

Jahrelang habe ich ihn als untoten Wiedergänger verspottet. Aber als es dann ernst wurde, habe ich ihm Geschick und Glück gewünscht - es war ja sonst keiner mehr da. Geschick hat er nicht bewiesen und Glück hat er nicht gehabt. Womöglich hat er die Aufgabe unter-, und sich selbst überschätzt. Doch das Fazit bleibt dasselbe: Es ist sonst keiner da. Er muss also, ober er nun noch will oder nicht. 

Da er ja wohl nicht dumm ist, befindet er sich daher nicht in der schlechtesten Po-sition. Wie wär's mit über-den-eignen-Schatten-springen? Die CDU umzubringen, habe er keine Vollmacht. Aber wohl doch, die CDU vor sich selbst zu retten

Doch dafür fehlt ihm vielleicht der Mut. 


Die neun Gehirne der Kraken.

Ein lila Oktopus mit ausgebreiteten Tentakeln schwimmt in einem Meerwasseraquarium, umgeben von farbenfroher Unterwasserlandschaft und einigen Fischen. 
aus derStandard.at, 4. Mai 2026                                                                            zu Jochen Ebmeiers Realien

Ist Oktopus-Intelligenz fundamental anders als unsere?
Die Neurowissenschaft versucht herauszufinden, ob Gehirne von Kopffüßern so funktionieren wie die von Wirbeltieren. Das könnte neue Einblicke in die Evolution von Intelligenz bringen

Sonntag, 3. Mai 2026

Durch die Domestikation schrumpften die Gehirne von Hunden um die Hälfte.

Ein Beagle mit braun-weißer Fellfarbe ist zu sehen, der den Kopf nach oben richtet und sein Maul geöffnet hat, vermutlich beim Bellen. Der Hintergrund ist unscharf und grün.  
aus derStandard.at, 30. April 2026                                                                           zu Jochen Ebmeiers Realien

Hundehirn schrumpfte bei Domestizierung teils um die Hälfte
Infolge ihres Zusammenlebens mit Menschen schrumpfte die Hirngröße von Hunden bis auf das Maß heutiger Zwergrassen. Weniger intelligent waren sie nicht unbedingt

Hunde sind intelligente Tiere, die zu komplexer Interaktion mit Menschen in der Lage sind. In der frühen Phase der Domestizierung von Hunden vor vielen tausend Jahren veränderte sich die Anatomie von Hunden, doch ausgerechnet das mit neuen Herausforderungen konfrontierte Gehirn schrumpfte dadurch stark. Frühe Urhunde hätten noch ein ähnlich großes Gehirn gehabt wie ihre Wolfsverwandten, berichtet eine neue Studie im Fachjournal Royal Society Open Science. Bis vor 5000 Jahren sei das Gehirn dann aber dramatisch um fast die Hälfte (46 Prozent) geschrumpft. Die Größe ihres Denkorgans habe damals nur noch der heutiger kleiner Terrier- und Zwerghundrassen entsprochen.

Die Folge könnte ein verändertes Temperament von Hunden gewesen sein, mutmaßt das Team um Thomas Cucchi vom Muséum national d'Histoire naturelle (MNHN) in Paris. Die Hirnverkleinerung könnte die Tiere aufmerksamer und vorsichtiger gemacht haben – Eigenschaften, die in alten menschlichen Gesellschaften wertvoll gewesen sein könnten.

Hirn und Körper kleiner

Die Forschenden hatten in ihre Studie 207 Schädel einbezogen – 185 von modernen Hunden, Dingos und Wölfen sowie 22 prähistorische. Die ältesten Exemplare waren 35.000 Jahre alt. Mithilfe von CT-Scans wurden virtuelle Abdrücke der Schädelinnenräume erstellt. Deren Volumen gilt bei fossilen Schädeln als zuverlässiger Hinweis auf die Größe des Gehirns.

Vorläufer moderner Hunde aus der Eiszeit zeigen demnach keine Anzeichen einer verkleinerten Gehirngröße im Vergleich zu Wölfen jener Zeit. Bei einem Fund in Belgien sei das Schädelinnenvolumen sogar etwas größer. Das Leben in menschlicher Nähe habe möglicherweise neue kognitive Herausforderungen wie komplexere soziale Interaktionen und die Nutzung neuer Nahrungsquellen geschaffen, vermuten die Wissenschafter als Grund.

Rund 30.000 Jahre später zeigt sich ein anderes Bild: Das Gehirnvolumen von Hunden war deutlich geschrumpft. Zudem seien die Tiere kleiner geworden, führen die Forschenden aus. Schätzungen zufolge erreichten sie eine Schulterhöhe von 35 bis 45 Zentimetern. Ihre Schädel hätten in Form und Größe denen moderner Hütehunde geähnelt.

Beginnende Sesshaftigkeit

Die Entwicklung fällt in die Zeit, in der die bis dahin als Jäger und Sammler lebenden Menschen in Mitteleuropa zunehmend sesshafter wurden und Ackerbau und Viehzucht betrieben. Mit der Ausbreitung der Landwirtschaft entstanden Siedlungen und damit auch neue Rollen für Hunde, mutmaßen die Wissenschafter. Die Tiere könnten als Aasfresser in der Nähe menschlicher Siedlungen gelebt haben, als eine Art lebende Alarmanlage genutzt worden sein und als Fleischquelle gedient haben.

Der Mensch könnte durch gezielte Verhaltensselektion mit Blick auf die Zahmheit der Hunde direkt eine Rolle bei der Veränderung der Hirngröße gespielt haben, nimmt das Team an. Ein ähnliches Muster zeige sich auch bei anderen Nutztieren, wenn auch weniger stark. Ob sich das auf die Intelligenz auswirkte, lässt sich nicht eindeutig sagen. Dafür ist nicht nur die Hirngröße entscheidend, sondern auch die Effizienz, mit der das Gehirn organisiert ist. (red, APA,)

 

Nota. -  Wenn die Verkleinerung des Gehirns von einem Umbau begleitet waren, mag die Intelligenz sogar zugenommen haben, wer kann das wissen?
JE 

Samstag, 2. Mai 2026

Kleinkinder denken überraschend komplex.

 
aus derStandard.at, 25. April 2026                                        zu Jochen Ebmeiers Realienzu Levana, oder Erziehlehre  

Kleinkinder denken überraschend komplex
Viele Annahmen, wie selbst schon Babys mit ihrer Umwelt agieren und davon lernen, sind mittlerweile überholt. Kleinkinder sind weder ein unbeschriebenes Blatt, noch wie ein Schwamm
 

Viele Annahmen zum frühkindlichen Lernen und Denken sind überholt. Komplexes Verstehen etwa beginnt nicht erst mit dem Sprechen. Studien zeigen: Schon im ersten Lebensjahr erfassen Kinder Zusammenhänge, prüfen Informationen und bilden Erwartungen an ihre Umwelt. Bereits im Alter von zwei Monaten erkennen Babys Objekte und sortieren diese im Gehirn in Kategorien. Lernen ist dabei kein linearer Prozess, sondern entsteht aus einem Zusammenspiel von externen Wahrnehmungen und sozialer Interaktion.

Agnes-Melinda Kovács ist Entwicklungspsychologin und Direktorin des Cognitive Development Centers an der Central European University. Sie interessiert sich vor allem für die Grundlagen des abstrakten Denkens sowie die Mechanismen des frühkindlichen Lernens. Im Zuge ihrer Forschung arbeitet sie daher hauptsächlich mit Kleinkindern im Alter von 12 bis 18 Monaten. Denn die Psychologin ist überzeugt: Durch das Beobachten von Kindern können wir viel über die menschliche Natur im Allgemeinen lernen.

Ein Blick in die Wissenschaftsgeschichte zeigt, wie stark sich das Verständnis kindlichen Lernens verändert hat. Lange Zeit beschäftigte sich die Entwicklungsforschung primär damit, wie Kleinkinder die physikalischen Eigenschaften ihrer Umgebung erkunden. Erst später verlagerte sich das Interesse auf das Lernen selbst, etwa den Einfluss von sprachlichem Input. Dabei sind Forschende zunächst davon ausgegangen, dass Kleinkinder nur sehr wenig wissen. Sie prägten die Vorstellung eines Babys als unbeschriebenes Blatt.

Weder Blatt noch Schwamm

Etwas später wurden Kleinkinder gerne mit einem Schwamm verglichen, der jegliches Wissen unkontrolliert aufsaugt. Doch auch diese Vorstellung ist inzwischen überholt, erklärt Kovács. "Heute wissen wir, dass Kinder Informationen nicht nur passiv wie ein Schwamm aufsaugen, sondern aktiv lernen." Zeigt ein Kind beispielsweise auf ein bestimmtes Objekt, interpretieren das Entwicklungspsychologinnen und -psychologen heutzutage als aktives Abfragen einer Information.

Doch erst in den vergangenen zehn Jahren haben Forschende damit begonnen, sich verstärkt mit höheren kognitiven Prozessen zu befassen – etwa mit der Frage, ob Kleinkinder die Absichten, Ziele und mentalen Zustände anderer Menschen nachvollziehen können. In ihrer neuesten Publikation untersucht Kovács deshalb, wie früh Kinder erwarten, dass Handlungen, Überzeugungen und Kommunikation anderer Menschen konsequent sind.

Kleinkind dekoriert ein Fenster mit roten, herzförmigen Stickern für den Valentinstag. Die Szene wird durch das Glas aufgenommen und wirkt stimmungsvoll beleuchtet.
Komplexes Denken ist nicht mit dem Auftreten der Sprache verbunden, sondern beginnt viel früher.

"Uns hat interessiert, wie Kinder mit widersprüchlichen Informationen umgehen. Denn das ist gerade in der heutigen Zeit – in der es so viele Falschinformationen wie noch nie gibt – besonders relevant." Im Rahmen der Studie wurden den Kindern zwei Boxen vorgelegt. In einer der Boxen versteckte sich ein Objekt. Die Versuchsleitung zeigte im Laufe des Experiments zunächst fälschlicherweise auf die erste Box und behauptete, das Objekt befinde sich hier drin. Später korrigierte sich die Person selbst und zeigte schließlich auf die zweite Box. Im Anschluss wurden die Kinder nach dem versteckten Objekt gefragt.

Das Ergebnis: Die meisten Kinder richteten sich nach dem letzten Hinweis und vermuteten das Objekt in der zweiten Box. Danach wurde das Experiment wiederholt. Diesmal gab es jedoch zwei Personen, die beide auf die jeweils andere Box zeigten. Kovács erklärt: "Die Kinder wussten nicht mehr, wem sie vertrauen sollten. Damit wollten wir testen, ob sie erkennen können, dass die Kommunikations- und Informationsstruktur tatsächlich konsistent sein muss."

Konsistentes Handeln

Am Ende wurde deutlich, dass bereits Säuglinge davon ausgehen, dass eine einzelne Person konsistent handelt und kommuniziert – und widersprüchliches Verhalten eher auf mehrere Personen zurückzuführen ist. In Zukunft möchte Kovács noch weiter gehen und auf Basis dieser Erkenntnis untersuchen, welche Faktoren und Mechanismen das Verhalten und Handeln der Kinder beeinflussen: "Wir wollen herausfinden, welche Faktoren dazu führen, dass wir in manchen Situationen weniger rational denken und dadurch anfälliger für Falschinformationen sind, und ob diese Faktoren bereits in der frühen Kindheit eine Rolle spielen."

Fest steht: Kinder können auf ganz unterschiedliche Art und Weise lernen. Neben dem Beobachten ist dabei vor allem das aktive Erkunden wichtig. Speziell Kleinkinder nehmen Gegenstände primär mit den Händen wahr – "oder sie stecken sie in den Mund, was ebenfalls eine Form des Erkundens darstellt", sagt Kovács. Ein mindestens genauso relevanter Aspekt sei jedoch das soziale Lernen. Denn dabei lernt ein Baby wichtige Dinge von unwichtigen zu entscheiden. "Es handelt sich da um ganz banale Sachen. Zum Beispiel, dass es sich das Muster des Teppichs nicht merken muss, aber die Gesichter seiner Geschwister schon."

Auch als Erwachsene erleben wir noch soziales Lernen – etwa beim Entdecken fremder Kulturen: Immerhin orientieren wir uns auf Reisen meist am Verhalten von anderen Menschen. "Bei Säuglingen funktioniert das eben genauso," sagt Kovács. Hinzu kommt: Nicht jedes Kind ist gleich. "Wir lernen unterschiedlich, wir interessieren uns für unterschiedliche Dinge. Wir haben unterschiedliche Beweggründe, Dinge zu lernen. Das gilt auch für Babys." Eltern können das Lernen aber durch gewisse Verhaltensweisen unterstützen. Kovács empfiehlt: "Babys lernen besser, wenn man sie beim Namen nennt oder Augenkontakt herstellt." Außerdem gilt: Qualität vor Quantität. Entscheidend in der kindlichen Entwicklung ist nicht die Menge an Förderung, sondern vor allem die Qualität von Beziehungen. Denn feinfühlige Interaktionen – etwa durch die Eltern oder andere Bezugspersonen – prägen Kleinkinder wesentlich stärker als jedes noch so ausgefuchste Lern-Programm. 

 

Der Mensch ist, was er isst.

aus spektrum.de,  5. 5. 2026                                                                                     zu Jochen Ebmeiers Realien...