zu öffentliche Angelegenheiten Jahrelang habe ich Merz verspottet, der sich erst lukrativ in die Finanzwirtschaft verdrückte, und sich dann, als er dort reüssiert hatte, wieder in die Politik herabge-lassen hat. Das ging nicht so leicht, wie er dachte, und er musste seinerseits jahre-lang mit den Hufen scharren, bis man ihn mangels zugkräftiger Alternative schließlich doch rangelassen hat.
Die perfekte Voraussetzung für einen guten Rutsch auf der Bananenschale.
Statt Ehrgeiz traute man ihm nur Eitelkeit zu. Und dann hat er sich aus der Innen-politik, fast als wärs aus Bescheidenheit, rausgehalten und auf die Weltbühne kon-zentriert. Vielstimmiges Gerkräh hat er ignoriert und hat getan, was der Kanzler musste: Deutschland in Europa in den Vordergrund gestellt.
Das ist ihm besser geglückt als man einem, der nie öffentliche Verantwortung ge-tragen hat, zugetraut hätte. Doch da sich Wahltermine nicht ganz ignorieren lassen, hat er sich auf ein paar Mühen der Ebene eingelassen und, weil er ein loses Maul hat, einiges Gemecker eingehandelt.
Doch unumgehbar war da das Gespenst der AfD. Die hat den Etablierten auch - wenn auch nicht nur - ihren Stempel aufdrücken können, indem sie mit demago-gischem Krakeel und mit rhetorischer Aufrüstung den politischen Ton angibt.
Darauf hat er sich bislang gottlob nicht eingelassen. Das war vertrauenerweckend.
Doch jetzt tönt er, wie die Phrasenritter seit eh und je, wir müssten wieder mehr arbeiten und die Deutschen seien faul und verwöhnt.
So kann man mit einer Maulsache redlich erworbenen Respekt mit links rechts glatt verspielen: Um denen den Wind aus den Segeln zu nehmen, bläst er in ihr Horn.






