zu Levana, oder Erziehlehre
... Also Jungen gelten als schlauer, Mädchen als fleißiger. Vorteile haben
davon Mädchen: Sie erhalten bessere Zensuren, gelten als die besseren
Schüler und verbin-den auch selber den schulischen Erfolg nicht mit
Klugheit, sondern mit Fleiß. Wel-chen Denkauftrag erkennt darin Frau Adelheid Müller-Lissner? Sie will ergründen, ob diese Benachteiligung biologisch
oder sozialisatorisch zu erklären sei, aber bei der biologischen
Variante hält sie sich gar nicht erst auf, sondern wendet sich gleich
der sozialisatorischen zu und wird dort auch fündig: Weil Mädchen früher
reifen, wird 'mehr von ihnen verlangt'.
Wie
wär's mit folgenden Denkversuchen: Weil Jungen ungestümer und weniger
angepasst sind, traut man ihnen größeren Einfallsreichtum zu - ?
Jungens haben mehr Einfälle, darum sind sie ungestümer und weniger angepasst.
Jungen sind klüger, aber das nützt ihnen nichts; belohnt werden Fleiß und Anpas-sung, damals wie heute.
Weil Jungen ungestümer und unangepasster sind, ließ man ihrer Erziehung Jahrtau-sende lang mehr Sorgfalt angedeihen:
mit Stock und Riemen; mann hat eben weni-ger von ihnen verlangt. Daher
sind sie selbstbewusster, Mädchen wurden vernach-lässigt und sind
bescheidener.
*
Frau Müller-Lissner, lesen Sie Ihre gegenderte Seiche eigentlich nochmal durch, bevor Sie sie bei Ihrer RedaktionIn abgeben? Und - wichtiger - liest Ihre Redak-tionIn sie durch, bevor sie sie in den Druck gibt?!
JE, in einem Kommentar am 1. 2. 2017
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen