zu öffentliche Angelegenheiten"Merz hat das Problem nicht verstanden", schreibt der Wiener Standard; "Gewalt gegen Frauen zieht sich durch alle Schichten. Reflexhaft auf Zuwanderung zu zei-gen, ist eine Themenverfehlung."
Merz hat nicht als Soziologe gesprochen, sondern als Kanzler und Parteivorsit-zender. Er hat keine wissenschaftliche Analyse vorgelegt, sondern hat ein politi-sches Problem angesprochen, das gerade darum virulent wurde, weil es jahrzente-lang durch das Vorschieben gesellschaftshistorischer Allgemeinplätze vertuscht worden ist. Es ist aber wie mit dem Antisemitismus: Sein schleichendes Vordringen in den öffentlichen Diskurs wurde befördert durch die vielhunderttausendfachen Zuwanderung aus islamischen Ländern.
Auch die ist nicht der Kern des Problems und nicht einmal seiner aktuellen Zuspit-zung; sondern: Die einen greifen zur Feder, sobald irgendwer das Kind beim Na-men nennt, die andern legen die Feder aus der Hand, wenn es darum geht, eine ge-schehene strafbare Handlung der Polizei anzuzeigen.
Und das ist die Stelle, an der die Politik sich ganz unmittelbar zu Wort melden muss - und mit Aussicht auf Erfolg auch kann, wenn sie sich traut. Es geht um die öffent-lichen Maßstäbe.
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