aus Männlich
Von allen Lebewesen sind wir Menschen die einzige Gattung, in der der männliche Teil der Population als solcher einen
eigenen Anteil hat an der Aufzucht und Ver-sorgung der Nachkommenschaft -
und daher an der Erhaltung der ganzen Art über den bloßen Zeugungsakt
hinaus.
Am meisten verbreitet ist es im Tierreich, dass die männlichen Individuen nach dem Zeugungsakt ihrer Wege gehen. Ernährung und Behütung der Jungen ist Sache der Mütter und anderen weiblich Verwandten. Wo die männlichen Tiere immerhin mit ihrem Harem und den Jungtieren zusammenleben, da beteiligen sie sich, wie die Löwen, nicht einmal am Erwerb der gemeinsamen Nahrung: Auch das besorgen die Löwinnen, sie jagen in Gemeinschaft, während der Pascha restlos damit ausgelastet ist, die Gruppe gegen Feinde zu verteidigen und... andere Löwenmänner von sei-nem Harem fernzuhalten. Das lastet ihn nicht nur aus, sondern nimmt ihn so in Anspruch, dass er schon nach wenigen Jahren das Rudel einem Stärkeren und Jün-geren überlassen muss (dem es dann ebenso ergehen wird). Mehr als die Abgabe seines Samenpakets hat er bis dahin zur Erhaltung seiner Art nicht beigetragen.
Am meisten verbreitet ist es im Tierreich, dass die männlichen Individuen nach dem Zeugungsakt ihrer Wege gehen. Ernährung und Behütung der Jungen ist Sache der Mütter und anderen weiblich Verwandten. Wo die männlichen Tiere immerhin mit ihrem Harem und den Jungtieren zusammenleben, da beteiligen sie sich, wie die Löwen, nicht einmal am Erwerb der gemeinsamen Nahrung: Auch das besorgen die Löwinnen, sie jagen in Gemeinschaft, während der Pascha restlos damit ausgelastet ist, die Gruppe gegen Feinde zu verteidigen und... andere Löwenmänner von sei-nem Harem fernzuhalten. Das lastet ihn nicht nur aus, sondern nimmt ihn so in Anspruch, dass er schon nach wenigen Jahren das Rudel einem Stärkeren und Jün-geren überlassen muss (dem es dann ebenso ergehen wird). Mehr als die Abgabe seines Samenpakets hat er bis dahin zur Erhaltung seiner Art nicht beigetragen.
Bei
anderen Rudeltieren mit einer komplexeren sozialen Organisation,
nämlich bei Beutegreifern, die wie Wölfe und Hyänen im Verband jagen,
beteiligen sich regel-mäßig männliche wie weibliche Tiere an der
Beschaffung der gemeinsamen Nah-rung; aber nur gelegentlich beteiligen
sich die männlichen Tiere auch an der Auf-zucht der Jungen, indem sie
sich nachsichtig auch mal auf der Nase rumtanzen lassen. (Eine
Kuriosität ist der Polarfuchs: Der lebt nicht mit der Fähe und ihren
Kindern im selben Bau, versorgt sie auch nicht mit Nahrung. Aber morgens
holt er die Jungen zuhause ab und zieht mit ihnen aus, um sie das Jagen
zu lehren.) Bei
manchen Vögeln kommt es schließlich vor, dass Mutter- und Vatertier
nicht nur beim Füttern, sondern schon bei der Brut ablösen. Aber immer
sind es die Väter, die sich an dem beteiligen, was die Mütter angefangen
haben - individuell.
Dass das männliche Geschlecht als Ganzes eine Tätigkeit entwickelt, die zur Erhal-tung der Art einen eigenen Beitrag leistet, kommt aber nur bei uns Menschen vor. Die Männer jagen. Das tat die Familie Homo "von Hause aus" nicht.
Unsere Vor-fahren werden - wie unsere nächsten Verwandten, die
Schimpansen und Bonobos - in größeren Gruppen gesammelt haben: um sich
gegen Nahrungskonkurrenten durchsetzen zu können. Und wenn sie dabei
auch gelegentlich kleinere Affen ge-tötet und gefressen haben, so tat es
doch jedes Individuum für sich - wie eben noch heute Schimpansen und
Bonobos. Gesammelt und erst nachher geteilt wird dort nicht, und sowenig
wie das reguläre Sammeln wird gelegenliches Jagen organisiert. Doch erst Organisation macht Arbeitsteilung möglich.
16. 12. 19
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