Montag, 6. April 2026

Naturgesetz und Ideenlehre.

 Arcimboldo                            zu Philosophierungen

Die Idee von Naturgesetzen wirkt auf die Forschung eher vernebelnd als aufklä-rend. Ein Gesetz gilt immer und ohne Ansehen der Person. Andernfalls wäre es ein Privileg, das wiederum gilt nur für bestimmte Personen. In der Natur sieht es dage-gen so aus, dass jede Regel, die die Evolution einmal hervorgebracht hat, den Orga-nimus anregt, nach Wegen zu suchen, wie er sie umgehen kann. Hat er diese glück-lich herausgefunden, sind die Auswege selber zu Regeln geworden - die, wie unsere Schulweisheit lehrt, durch allerlei Ausnahmen immer wieder nur bestätigt werden.
8. 2. 21 

Die Idee von Naturgesetzen ist nicht aus naturkundlicher Forschung entstanden, sondern aus metaphysischer Spekulation. Sie stammt von Galileo Galilei, er ver-stand, dass aus bloßem Zusehen keine Einsicht erwächst, sondern dass mathema-tische Konstruktion den Wag zu Forschungshypothesen öffnen müsse. Ausdrück-lich berief er sich auf Platos Hochschätzung der Mathematik, und deutete dessen Ideen-Lehre zur Vorstellung von ewigen Naturgesetzen um.

 

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