aus scinexx.de, 30. 9. 2026 zu Jochen Ebmeiers Realien
Verborgene Erneuerung: Im schwammartigen Inneren unserer Knochen läuft offenbar ein bisher übersehener Umbauprozess ab. Forscher fanden in feinen Tunneln nicht nur Knochenabbau, sondern auch nachfolgende Neubildung. Das Parathormon PTH kann diesen intratrabekulären Knochenumbau stark verstärken, doch ob er Knochen im Menschen stärkt oder schwächt, ist noch offen.
Odense (Dänemark). Knochen wirken starr, sind aber lebendes Gewebe und werden ein Leben lang umgebaut. Spezialisierte Zellen tragen altes Material ab und ersetzen es durch neuen Knochen. Im kompakten Außenbereich ist bekannt, dass dieser Umbau auch durch kleine Tunnel im Gewebe verlaufen kann.
Beim schwammartigen Trabekelknochen im Inneren ging man dagegen davon aus, dass die Erneuerung vor allem an den Oberflächen seiner feinen Platten und Streben stattfindet. Mikroskopische Kanäle innerhalb dieser Strukturen wurden zwar schon länger beobachtet, häufig aber vor allem mit Knochenabbau, Nierenerkrankungen oder Störungen des Parathormons in Verbindung gebracht.
Forscher der University of Southern Denmark (SDU) um Prof. Thomas Levin Andersen haben nun menschliche Knochenbiopsien mit Mikroskopie und dreidimensionaler Bildgebung untersucht. Dabei verfolgten sie unter anderem einen solchen Tunnel durch eine Serie sehr dünner Schnitte. An verschiedenen Stellen fanden sie zunächst Abbauflächen und anschließend Zonen, in denen neuer Knochen gebildet wurde.
Die Tunnel markieren demnach nicht nur verlorene Knochensubstanz, sondern können Teil eines gekoppelten Ab- und Aufbauprozesses sein. Die Forscher nennen ihn intratrabekulären Knochenumbau. In weiteren Proben trat er in unterschiedlichen Altersgruppen und Krankheitskontexten auf, wobei die Daten nicht zeigen, wie häufig er in der Allgemeinbevölkerung ist.
Forscher der University of Southern Denmark (SDU) um Prof. Thomas Levin Andersen haben nun menschliche Knochenbiopsien mit Mikroskopie und dreidimensionaler Bildgebung untersucht. Dabei verfolgten sie unter anderem einen solchen Tunnel durch eine Serie sehr dünner Schnitte. An verschiedenen Stellen fanden sie zunächst Abbauflächen und anschließend Zonen, in denen neuer Knochen gebildet wurde.
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