Freitag, 10. Juli 2026

Hammershøi in Zürich.


aus FAZ.NET, 8. 7. 2026       
Interieur mit Frau am Klavier, Strandgade 30; 1901 

Seine Bilder geben Rätsel auf
Vilhelm Hammershøi malte enigmatische Interieurs, die den Surrealismus vorwegnahmen – er selbst blieb aber wortkarg. Seine graue Moderne, die jetzt in Zürich zu beschauen ist, fasziniert bis heute.

Von  

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Der Begründer der Landschaftmalerei war gewissermaßen Claude Lorrain: Bei ihm sind die Figuren lediglich Vorwand, um die Landschaft selbst zum Gegenstand zu machen. Vermeer malte gar kein Landschaften, sondern Intérieurs, aber nicht so ty-pisiert, wie es nach späteren Übermalungen gelegentlich erscheint. Dagegen sehen seine Figuren meist aus wie ein Denkmal ihrer selbst, oder wie schockgefroren.

Bei Hammershøi sind die Figuren dann nicht einmal thematischer Vorwand, son-dern Teil der Komposition, und die Zimmerlandschaften sind kubistische Schemata im Lichtspiel. Eine Parodie des Wirklichen ist es wohl schon; aber eine ästhetische.
JE 

Wohnzimmer. Studie im Sonnenlicht 1906

Die Gebäude der asiatischen Kompanie, gesehen von der Sankt Annæ Gade, Kopenhagen, 1902

Das Innere der Kirche Santo Stefano Rotondo in Rom, 1902

Strandgade 30 1903

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