Mittwoch, 11. Februar 2026

Zeit in der Quantenwelt.


aus spektrum.de, 10. 2. 2026                                                                                           zu Jochen Ebmeiers Realien

Zeit in der Quantenwelt: Wie lange dauert ein Quantensprung?
Experimente an verschiedenen Kristallstrukturen zeigen, dass Elektronen unterschiedlich lange für einen quantenmechanischen Übergang benötigen. Eine interne Quanten‑Uhr macht diese ultrakurzen Zeitskalen erstmals sichtbar.

Die Forschenden nutzten hierfür Materialien mit unterschiedlicher innerer Struktur: dreidimensionale Metalle wie Kupfer, schichtartige Verbindungen wie TiSe2 und TiTe2 sowie kettenartige Materialien wie CuTe. Die Messungen zeigten ein klares Muster: Je einfacher und reduzierter die Struktur eines Materi-als ist (also je flacher, schichtartiger oder eindimensionaler), desto länger dauert der Quantenübergang. So brauchte der Übergang im quasi eindimensionalen CuTe rund 200 Attosekunden, während er im dreidimensionalen Kupfer bloß 26 Attosekunden brauchte. 

Der zeitliche Ablauf eines quantenmechanischen Übergangs ist also keineswegs universell oder instantan, sondern hängt von den strukturellen Eigenschaften des Materials ab. »Unsere experimentellen Ergebnisse liefern Erkenntnisse darüber, welche Faktoren die Zeit auf Quantenebene beeinflussen«, erklärt Dil. »Und sie könnten den Weg ebnen, um endlich die Rolle der Zeit in der Quantenmechanik zu verstehen

Nota. - Da schwirrt mir der Kopf, aber ich poste es doch: nämlich um des letzten Satzes willen. Denn soviel verstehe ich schon: Die Zeit gibt es in der Mikrowelt als sie selbst, und nicht untergegangen als Ingrediens eines krummen Kontinuums; nämlich weil es auch einen Raum "gibt" - denn wo anders könnte ein Quantum "springen"? 

Ausgangpunkt des Kosmos war nicht die Newtonsche Physik, aber Ausgangspunkt unseres Wissen von ihm ist sie gewesen und geblieben: Von ihr aus hat sich unser Wissen in die obere "makrokosmische" und die niedere "mikrokosmische" Region auf- und niedergeschlängelt; so rum war es, nicht andersrum. Das Raumzeitkonti-nuum lässt sich denken, wenn auch nicht vorstellen, weil man Zeit und Raum zuvor hat anschauen können. Sie aus einem Raumzeitkontinuum herauszudestillieren hät-te kein Barockalchimist vermocht.
JE 

 

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Zeit in der Quantenwelt.

aus spektrum.de, 10. 2. 2026                                                                                             zu Jochen Ebmeiers...