Samstag, 7. Februar 2026

Äther und Vakuum.

            zu Jochen Ebmeiers Realien

Mit der Einführung der Gravitation als Naturgesetz hatte Newton die Sicht der Welt revolutioniert: Sie konnte seither als entstanden und musste nicht länger als erschaffen gedacht werden.

Doch da war ein Haken. War die Gravitation eine Kraft, dann bedurfte sie, um übertragen zu werden, eines Mediums. Doch offenkundig waren die Räume zwischen den Gestirnen leer. Also mussten sie spekulativ angefüllt werden. Newton postulierte anstelle des Vakuums einen verborgenen Stoff namens Äther, der zu fein wäre, um von uns gemessen zu werden. 

Doch auch die stets feineren Instrumente konnten keinen Äther messen, und so blieb er der Schamfleck des Newton'schen Weltbilds.

Und jetzt wissen wir, dass die Zwischenräume im All nicht leer sind.

*

Die Begriffe mögen unsauber sein, aber auf sie kommt es nicht an, sondern auf die Vorstellungen, die sie schlecht und recht fassen sollten. Der durch die mehr oder minder dichte Materie mehr oder minder gekrümmte Raum ist selber die "Kraft", die in ihm wirken sollte. Ein wirklich leerer Raum wäre 'ungekrümmt' und wäre kein Raum.* Newtons Vorstellung war im Großen richtig; manche Begriffe, in denen er sie notdürftig darstellte, waren nicht ganz passend. Aber darauf kommt es nicht an, wenn das, was dargestellt wird, stimmt. Die Begriffe werden sich irgendwann schon finden.

*) Man kann es auch so sagen: 'Nichts' gibt es nicht. 
18. 8. 14



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